Neue Initiative: Lebensmittel retten

Schon länger kursierte die Idee, im Dorfgemeinschaftshaus einen öffentlichen Kühlschrank für gerettete Lebensmittel aufzustellen. Bisher war allerdings so wenig Betrieb auf dem Gelände, dass nicht sicher gewesen wäre, dass auch alles schnell Verbraucher findet. (Sachen im Tauschregal brauchen oft noch Monate, bis sie einen neuen Nutzer gefunden haben.) Durch die regelmäßige Gartenarbeit und auch die Treibgutsammelgruppe ändert sich das jedoch zunehmend. So haben wir jetzt mal mit der Planung begonnen:

Als Erstes brauchen wir Leute, die Lust haben, von Betrieben unverkäufliche Lebensmittel abzuholen. Das Abholteam soll möglichst nah an den Betrieben wohnen oder arbeiten oder sonstige alltäglichen Wege dort entlang haben. Denn oft kommt es auf das Einhalten der Kühlkette an. Abholer*innen dürfen und sollen alles, was Sie selbst verbrauchen können, behalten. Das Übrige können sie an Familie und Freunde verteilen. Was noch immer zu viel ist, dafür steht dann Platz im Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung.

Wenn klar ist, dass dort auch Lebensmittel ankommen, macht es Sinn, über folgende Fragen nachzudenken:

  • Wie kommen wir an einen (großen möglichst energieeffizienten) Kühlschrank?
  • Wo genau kann der Kühlschrank hingestellt werden?
  • Wie finanzieren wir die Stromkosten?
  • Brauchen wir zusätzlich ein Regal?
  • Wie bekommen wir das Ganze so hin, dass es schon jetzt bald, also unter Corona-Auflagen machbar ist? etc.

Jetzt an Dich:

  1. Hast Du Lust, (meist abends nach Geschäftsschluss) noch genießbare Lebensmittel aus Betrieben oder von Märkten abzuholen? Wir werden die Plattform „foodsharing.de“ nutzen. Über nebenan.de haben wir schon 5 Gruppenmitglieder und 2 weitere Interessenten über eBay-Kleinanzeigen. Du bist herzlich willkommen im Club! Je mehr wir werden, desto besser!
  2. Hast Du Lust mitzuplanen?
  3. Hast Du Lust, evtl. Geld per Crowdfunding einzuwerben? (Das ist die aktuelle Idee, aber es gibt bestimmt auch andere Lösungswege! Deine Ideen sind willkommen!)

Jedenfalls wird das eine Initiative ganz im Sinne vom Do-It-Yourself Dorfgemeinschaftshaus. Denn wir tun ja selbst und das mit ganz simplen Mitteln, nämlich:

  • Zeit zum Abholen,
  • ein paar mitgebrachten Beuteln, Rucksäcken oder Kisten, vielleicht auch mal Kūhlakkus
  • einem neu besorgten Kühlschrank und/oder Regal
  • und viel, viel Elan und Spaß am Lebensmittel-Retten

Zusätzlich zum Spaß haben wir

  • ein gutes Werk getan
  • und sogar noch kostenlose Lebensmittel.

Ich freue mich riesig drauf, dass es jetzt bald los geht. Du Dich auch schon?

Abgesagt: Tag der offenen Gartenpforte im Juni

Liebe Unterstützer,

es wird eine Zeit nach dieser aktuell besonderen mit „Treff von Fremden-Sperre“ geben. Da bin ich mir sicher. Ich weiß zwar nicht, wann sie kommen wird, aber sie wird kommen. Ich brauche immer Hoffnungsschimmer am Horizont. Vielleicht geht es Dir ja genauso. Vielleicht kann Dich das Folgende also erfreuen:

Ich habe unser Dorfgemeinschaftshaus, bzw. seinen denkmalgeschützten Garten angemeldet zum „Tag der offenen Gartenpforte“ am Sonntag, den 7.6., also den Sonntag nach Pfingsten. Im Kalender ist es schon eingetragen. Hoffen wir, dass er auch so statt finden kann.

Normalerweise sind in diesen Gärten die Gartenpforten von 10 – 18h geöffnet. Wenn wir diese ganze Zeit abdecken wollen, benötigen wir ein Team, das schaffe ich nicht alleine. Also hier die Anfrage an Euch:

Wer hätte Zeit und Lust zum Stühle stellen, Waffeln backen, etwas über den Garten, die Schmetterlingswiese oder/und unser Projekt erzählen? Oder mir einfach für genau das den Rücken frei zu halten?

Wenn wir die ganze Zeit öffnen, erwarten uns wohl ca. 100 Besucher verteilt über den Tag. In unserem großen Gelände ist das schaffbar. Nur sollten ein paar Sitzgelegenheiten aufgestellt und nachher wieder abgebaut werden, auch das sind also Tätigkeiten, die Mitmacher erfordern.

Ich bin gespannt, ob sich jemand oder sogar mehrere finden, die sich freiwillig selbst verpflichten. Heutzutage ist das ja etwas rar. Aber ich sammle gerne Rares und ungewöhnliche Menschen um mich! Bist Du einer oder eine davon? Dann melde Dich bitte bis spätestens 15.04., weil ich unsere Öffnungszeiten melden muss.

Liebe Grüße
Lisa

Abgesagt: Erster Jane’s Walk rund um die M37

Hier was zum drauf freuen:

Was ist ein Jane’s Walk?

Jane‘s Walks sind von BürgerInnen geführte, kostenlose Spaziergänge, keine Vorträge. Es geht dabei um das Gemeinsame, also miteinander die Stadt zu entdecken. Über 200 Städte weltweit machen schon mit!

Warum heißen sie Jane’s Walks?

Sie sind benannt nach Jane Jacobs (1916–2006), einer amerikanisch-kanadischen Autorin, Stadttheoretikerin und sehr aktiven Frau. Mit ihrem Fokus auf Menschen und lebendige Stadtviertel hat sie die Stadtplanung nachhaltig revolutioniert.

Schon 1961 kritisierte Jane Jacobs in ihrem Werk „The Death and Life of Great American Cities“ eine entmenschlichte und autozentrierte Stadtplanung. Sie führe zu Isolation, ermögliche keine Gemeinschaft. Jane forderte deshalb: Nicht einzelne Experten, sondern alle BürgerInnen müssten an der Entwicklung ihrer Stadt beteiligt werden.

In diesem Sinne wollen wir unseren Stadtteil zu Fuß wieder in Besitz nehmen:

Wie läuft das ab?

Wir treffen uns am Dorfgemeinschaftshaus und gehen von dort aus gemeinsam durch Kleinzschachwitz. Dabei erzählen wir uns, was jeder von uns von der Geschichte schon selbst erlebt oder als Hintergrundwissen hat, schlendern entlang der Elbwiesen, schauen in Gärten und zeigen uns / erzählen über denkmalgeschützte Gebäude, andere Denkmäler, damalige und heutige Initativen, aktive Menschen. Dazu möge jede(r), der/die kann, gern etwas an Geschichten, Informationen und vielleicht auch Gegenständen oder Fotos zum Herumzeigen beisteuern. Ich selbst bin Neu-Zschachwitzerin und weiß deshalb mit Sicherheit weniger als manche(r), der/die teilnimmt.

Dies ist keine Touristenführung sondern vielmehr ein gleichberechtigtes Gespräch im Gehen über unseren Stadtteil und darüber, was uns in Zschachwitz bewegt. Was tut uns gut und wollen wir deshalb beibehalten? Was würden wir gern verändern?

Wann: Sonntag, der 3. Mai
Dauer des Spaziergangs:
15:00h bis ca. 16:00h
Kosten: alle Jane’s Walks sind kostenfrei. Das gehört zum Prinzip.

Im Anschluss sind alle in den Garten des Dorfgemeinschaftshauses eingeladen. Dort können wir gemeinsam bei Kaffee, Tee oder anderen Getränken eine frisch gebackene Waffel genießen, plaudern und schon mal planen, was wir als nächstes gemeinsam machen.

Erster Spieleabend im Dorfgemeinschaftshaus

Am Sonntag, den 23.2., findet ab 17:00h unser erster Spieleabend statt. Näheres unter https://nebenan.de/public_feed/9540633. Ich hoffe, Ihr kommt zahlreich!

Das Dorfgemeinschaftshaus & wie wir dort unsere Bedürfnisse erfüllen können

Bedürfnisse – Hört sich nach bedürftig an. Hm. Das will in unserer Gesellschaft keiner sein. Dabei haben wir alle Bedürfnisse. Den Kennern unter Euch sagt bestimmt die Maslowsche Bedürfnispyramide etwas.

OK, wir haben also Bedürfnisse. Jede(r) von uns. Zugeben wollen wir das aber immer noch nicht. Warum? Ich glaube,

  • weil wir nicht gelernt haben, dass es nichts Schlimmes ist, Bedürfnisse zu haben, sondern wir sie alle haben und sogar die gleichen haben (nur in unterschiedlich starker Ausprägung).

Echte Bedürfnisse haben auch viel mit unseren Gefühlen zu tun. Auch mit den negativen darunter, (–> wenn meine Bedürfnisse nämlich nicht erfüllt werden).

Also lieber nicht mit wirklichen Bedürfnissen beschäftigen,

  • weil es hart ist, sich selbst zugeben zu müssen, dass so viele Bedürfnisse, die da eigentlich tatsächlich sind, nicht erfüllt werden in meinem aktuellen Leben.
  • Weil ich also vermeiden will, dem ins Auge zu blicken, weil es weh tut und weil ich dann vielleicht merke, dass es ansteht, etwas zu ändern in meinem Leben.
  • Weil „was ändern“ schwer ist. Je älter wir sind, desto schöner ist es, in „ausgefahrenen Gleisen“ zu bleiben!

Deshalb geht das, was uns „die Gesellschaft“ vorspielt, so viel leichter: Konsumieren! Die Überschrift in einem BWL-Studium lautet meist „Wie erzeugen wir Bedürfnisse?“ Anschließend wird viel Reklame für diese neuen Sachen gemacht, auch wenn fast alle wissen, dass wir damit nicht wirklich glücklich werden. Erst recht nicht dauerhaft. Mit genügend Werbung kommt das Zeugs dennoch unter die Leute. Ich finde, es existiert ein regelrechter gesellschaftlicher Druck, immer mehr zu kaufen. Und zwar auch immer mehr von was, was ich nicht wirklich brauche. Was nicht meine wirklichen Bedürfnisse erfüllt!

Dem widerstehen schafft nicht jede(r). Wenn Du selbst das schaffst, große Gratulation! Anerkenne aber bitte, dass es nicht jede(r) schafft. Dass es schwer ist!

Will ich negative Gefühle überhaupt spüren?

Also: Traue ich mir zu, ehrlich mit mir selbst zu sein oder laufe ich lieber weiterhin davon?

Dabei kann outen befreien,

  • wenn die Atmosphäre stimmt,
  • wenn die Anderen ebenfalls offen und ehrlich sind,
  • wenn ich mit meiner Äußerung nicht gleich Gegenwind oder sogar Verurteilung ernte,
  • ja, wenn ich angenommen werde mit meinem Bedürfnis, mit meinem so Sein, wie ich bin!

Wie kann ich mir meine tiefsten Bedürfnisse erfüllen?

Wie segle ich aber NICHT am Thema vorbei, wie schaffe ich es, mir meine tiefsten Bedürfnisse zu erfüllen? Das, wonach ich mich von Natur aus sehne? (Was nämlich nie irgendeine kaufbare Sache ist. Sondern solche „Sachen“ wie aus dieser Liste. Und zwar auch bei Leuten, die es Unsinn finden, sich mit Selbsterforschung oder Psychologie etc. zu beschäftigen.)

An dieser Stelle kommt das Dorfgemeinschaftshaus ins Spiel: Wir können uns hier treffen (soziales Bedürfnis) und gemeinsam Dinge machen, die uns Freude machen (z.B. einen Spieleabend, gemeinsam vor Ort Abendbrot essen oder gemeinsam essen gehen= soziales Bedürfnis und körperliches Bedürfnis erfüllen). Vielleicht können wir uns hier sogar selbst verwirklichen. (Ich denke, Manfred tut das z.B. mit seinen Kunst-Veranstaltungen.)

Welche Bedürfnisse entdeckst Du bei Dir selbst? Erfülle Dir mindestens eines heute!

Und zum Glücklicher-werden starte etwas Neues, weil Du mit dem alten Tun, das alte Ergebnis erntest: Was also machst Du heute anders?

Kommst Du z.B. gleich morgen Abend zum gemeinsamen Abendessen oder am Sonntag zum Spieleabend?

Spenden und Würde

Wie Ihr vielleicht wisst, funktioniert es aktuell noch nicht sonderlich gut, alle Angebote auf Spendenbasis anzubieten. So haben wir über die Teilnehmerspenden nachgedacht. Dabei ist Folgendes herausgekommen:

Die Höhe der Spende hat etwas mit Würde zu tun.

Zwei Euro nimmt der Plattenbau „Leubentreff“ als sogenanntes „Stuhlgeld“ für jeden, der kommt, ganz unabhängig von der Veranstaltung. Oben drauf kommt die jeweilige Teilnehmergebühr. Richtig fixe Teilnehmergebühren wollen wir weiterhin nicht festlegen. Eine Teilnehmerin meinte aber gestern, bei rein freiem Spenden, würde ihr das so vorkommen, als seien wir Bittsteller. Sie sagte sogar, ihr kämen wir dann vor wie Bettelnde. Das wollen wir tatsächlich nicht! Dann wäre unsere Würde verloren! Und unser Haus ist definitiv schöner als ein Plattenbau. Also vielleicht 3 Euro Untergrenze? Das wäre ein Kaffee draußen. Sie meinte, wir hätten richtig was zu bieten, das müsse deutlich sein. Der Meinung bin ich auch. Aber wie machen wir das deutlich? Wie finden wir den Kompromiss zwischen hohen Preisen, weil tolles Haus mit super Angeboten und dem Zugehen auf Menschen, die wenig haben?

Eine Spende dalassen, hat auch etwas mit Deiner Würde zu tun: Wenn kleines Geld für Dich groß ist, dann erhältst Du Würde durch „trotzdem spenden“. Es zeigt, dass Dir Haus und Programm etwas wert waren.

Nichts oder nur 50 ct dazulassen, beleidigt uns als Anbieter dagegen. Es macht unter solchen Umständen keinen Spaß, beim nächsten Mal wieder sorgsam vorzubereiten, an- und abzureisen, Heizung morgens anzustellen, etc. Das soll es aber, auch uns soll das Haus Spaß machen!

Dazu fiel mir dann gleich noch ein Beitrag von Seth’s Blog ein, den mir Francesca aus Leuben neulich schickte. Hier die Übersetzung:

Mündige Bürger

Mündige Bürger sind keine profit-suchenden Handelnden, die nur durch Regeln eingegrenzt sind. Mündige Bürger benehmen sich, als wenn es gar keine Regeln für die Sache gäbe.

Mündige Bürger sind keine ängstlichen Partisanen, die eher für eine Partei stimmen als für ein Faktum. Mündige Bürger tun das Richtige, weil sie es können, selbst dann, wenn die Kosten auf kurze Sicht hoch sind.

Mündige Bürger leben nach den Regeln der Gemeinschaft: Wenn jeder täte, was ich grad plane zu tun, würde das zu einem sinnvollen Ergebnis führen?

Manchmal nennen wir mündige Bürger Helden, was eine Schande ist, weil ihre Handlungen überall vorkommen, und nicht rar sein sollten. Der Mythos, Erfolg basiere auf kurzfristigem Eigeninteresse ist wieder und wieder widerlegt worden. Es scheint offensichtlich, dass es ein kraftvoller Schritt nach vorn ist, wenn man Sachen besser hinterlässt als man sie vorgefunden hat, weil Du vermutlich selbst bald wieder da sein wirst.

Jede erfolgreiche Gemeinschaft, jede Organisation, jede Familie hat mündige Bürger. Es sind die mündigen Bürger, die die Zukunft definieren, weil ihr Einsatz für die Zukunft sich auszahlt.

Übersetzung von Seth’s Blog vom 29.02.2020

Wir scheinen also „nur“ mündige Bürger sein zu müssen. Ich gebe zu, das ist manchmal ganz schön schwer!

Damit das Dorfgemeinschaftshaus-Projekt wachsen kann und wir es nicht nach den 3 Jahren, siehe drunter stehender Artikel, schließen müssen und unsere Räume der normal vermieteten Wohnung wieder zugeschlagen werden. (Denn auch das ist natürlich eine Option!)

Lasst es uns also, auch wenn es eine persönliche Hürde ist, im Dorfgemeinschaftshaus weiter versuchen! Für unsere gemeinsame gute Zukunft.

Ich freue mich drauf!

Existenz für 3 Jahre gesichert

Letzten Mittwoch hatte unsere Souterrainheizung den dritten(!) Reparaturtermin. Dieses Mal waren alle erforderlichen Ersatzteile da. Yeah ! So konnte der Handwerker endlich alles erfolgreich abschließen! Jetzt können wir’s uns gemütlich warm machen überall dort, wo wir heizen wollen! Getrennt nach den vier „Räumen“. Wow, endlich! Was für ein Luxus! (Wieder mal zeigt sich: Nach Mangel kann man mehr genießen!)

Hier noch die alte Heizung.

Leider sind damit natürlich nicht die Kosten für das Heizen getragen. Mal sehen, wie lange wir brauchen, um die regelmäßig einzufahren, ohne dass ich als besonders große Enthusiatin zu-spenden muss.

Am Freitag um halb drei waren die Handwerker schließlich und endlich auch mit allen notwendigen Reparaturarbeiten in der EG-Wohnung fertig. Ganz schön knapp! Für mich abenteuerlich knapp, denn gleich am nächsten Tag wurde sie von den neuen Mietern „in Besitz genommen“. Warum interessiert uns dieser Einzug?

Einmal, finde ich es wichtig, dass Ihr wisst, dass jetzt Mieter im Haus sind, die das Konzept mittragen.

Dann kann es sein, dass wir eventuell noch ein wenig mehr gegen hochdringenden Schall isolieren müssen. Wird sich zeigen.

Nicht zuletzt interessiert der Einzug, weil ich Energiebündel angeboten hatte, die Verwaltung des Hauses zu übernehmen, um die Kosten klein zu halten. Damit habe ich aber alle notwendigen Reparaturarbeiten zu organisieren gehabt, ebenso alle Mietanfragen & Wohnungsbesichtigungen. Das hat viel, viel mehr Zeit und Energie in Anspruch genommen als erwartet. Das ist nun vorbei, zumindest -hoffentlich- auf ein nebenher schaffbares Maß reduziert. Damit habe ich wieder Zeit & Energie frei für Dinge, die das Dorfgemeinschaftshaus direkter betreffen:

– Für zusätzliches Programm außer dem Singen (ich will ja schon länger Gewaltfreie Kommunikation anbieten),

– für Kommunkation mit Interessierten und anderen Anbietern, Schlüsselübergabe etc. in mehr Ruhe, mit mehr Nerv (Manchmal war ich da wohl grenzwertig! Sorry all jenen, die darunter leiden mussten!),

– dass ich die Zeit habe, an solchem Programm durch Andere auch mal selbst wieder teilzunehmen (Das war seit Yoga damals nicht mehr!),

– Zeit und Energie für Werbung, Gartenarbeit, Ideenfindung, Kücheneinbau (s.u.) oder andere schöne Sachen, die uns alle betreffen.

Annegrets erster Begegnung & ImproMusik-Vormittag ist gut angekommen. Vermutlich alle 4 Wochen wird sie weitere Veranstaltungen dieser Art anbieten. Wie beim Singen ist es uns wichtig, dass es kein „Richtig“ oder „Falsch“ dabei gibt. Unsere elende Leistungsgesellschaft wollen wir hinter uns lassen! Spaß machen soll es und uns gemeinsam gut tun. Das ist alles, was es „soll“ oder gar „muss“.

Abgesehen vom Programm: Was wir endlich auf die Reihe bekommen wollen, ist eine kleine Küche in den winzigen Waschmaschinenraum bauen.

Seit wir die große Küche oben räumen mussten, weil jetzt mitvermietet, spülen wir im Bad-Waschbecken, bzw. ner Schüssel ab. Geht alles, ist aber nicht schön. Das schon gespendete Geschirr und Besteck steht uns ebenfalls im Weg rum. Ein Spülenschrank und ein weiterer Küchenunterschrank sind schon lange da, warten auf Einbau. Als Ergänzung benötigen wir noch einen weißen Herdumbauschrank + ein paar Hochschränke, die halbwegs passen. Damit wir die Leitungen verlegen können, brauchen wir Spendengeld. Dann kann der Umbau losgehen. Ich hoffe, dadurch, dass jetzt der Bedarf ganz klar zu erkennen ist, kommt mehr rein.

Wer davon etwas abzugeben hat, bitte melden!

Es ist jetzt in Euren Händen: Je nachdem wie zahlreich Ihr kommt und was Ihr als Spende da lasst, wird die Küche früher oder später. Also: Erst mal Betriebskosten zuverlässig reinholen, dann Küchenleitungen bezahlen.

Wie schnell wir eine Küche haben, liegt jetzt an Euch!

Deshalb suchen wir weitere Anbieter für mehr Veranstaltungen und brauchen auch weitere Besucher, damit die alten und neuen Anbieter nicht frustriert werden !

Was für ein Haus wird die M37?

Ein Haus für / mit

Yoga,

Dich selber (wieder) finden,

Dein Haus zum Ankommen, zum Ausspannen, zum Abspannen, für kurze Zeit, für lange Zeit, zum Mitleben, ganz wie Du magst, wie viel Zeit Du hast, wie viel Zeit Du brauchst, (nur, dass Du über Nacht immer wieder nach Hause musst, weil wir uns Zimmer zum Übernachten nicht leisten konnten.)

Deinen ganz persönlichen Weg finden,

in Dich hineinsehen, um herauszufinden, was Du eigentlich willst in diesem Leben,

welche Kompromisse Du eingehen willst mit den “Sachzwängen”, die Dich umgeben.

Meditieren

eine Kerze, Meditatives Singen, vielleicht auch Gott finden? Gibt es für mich einen Gott oder ein anderes höheres Etwas, was Einfluss auf mein Leben hat? Wozu bin ich hier? Was will ich eigentlich?

wandern, spazieren gehen, später daheim dann einfach nur auf dem Bett liegen, solange Du willst

Mittun, wenn Du Lust drauf hast

andere interessante Personen kennen lernen beim Aufenthalt in diesem Haus.

Vielleicht vom aus der Bahn geworfenen Menschen, zu einer/einem, die/der anfängt zu wissen, wofür sie/er leben will, der/dem das Leben wieder anfängt gangbar zu sein, irgendwann auch wieder Spaß macht. Ich möchte Dich begleiten auf diesem Weg, mitfühlen, mich einfühlen. Wenn Du ahnst, das könnte gehen, dann bist Du schon auf dem richtigen Weg!

Von einem Schock zum ganz langsamen Neubeginn

Vielleicht vom fast Burnout zum Menschen, der seine Grenzen zu ahnen beginnt,

Lerne Deine Grenzen kennen und akzeptieren, gehe achtsam mit Dir um.

Oder von Rückzug oder in Trauer gefangen zum Sich-aus-dem-Schneckenhaus-wagen.

Fühle Dich irgendwann gut in Deinen Grenzen! (Grenzen sind kein Mangel! Wir sind nun mal nicht Gott. Aber man kann Grenzen natürlich auch verschieben, ganz langsam, ganz vorsichtig, aber nur so viel DU willst, keinesfalls dahin schieben, wo ein anderer sie hinhaben möchte.)

Sei wieder aktiv innerhalb dieser Grenzen: Do what you love, Love what you do!

Du bist ein kleines Mosaiksteinchen im Guten dieser Welt. Genieße das! Genieße Dich selbst!

Der Aufenthalt in diesem Haus soll sehr erschwinglich sein, so dass Du Dir viele, wenn nicht sogar alle Veranstaltungen oder Mitmachaktionen hier leisten kannst.

Endlich angekommen!

Liebe Interessenten,

ich bin zwar aktuell noch echt gestresst, aber wir sind angekommen! Endlich! Aus einer fixen Idee vom Frühjahr 2015 ist unser reales Dorfgemeinschaftshaus geworden! „Gesund und gemeinsam – Do it yourself“ hat ein Dach über dem Kopf. Und was für eines!!!

Die Geburt dieses Hauses war eine Odyssee: Seit Frühjahr 2015 hatte ich nach einem Haus gesucht. Erst kam die Flüchtlingskrise, die alle Hotels, die es bis dahin billig gab, brauchten, dann liefen dem Sponsor die Immobilienpreise egal ob Miete oder Kauf weg, so dass ich schon dachte, es wird ohnehin nichts mehr. Bis ich im Februar diesen Jahres gelangweilt krank daheim am Computer war und dieses Haus fand:

Das sind die ersten Räume davon für uns nutzbar. Wenn wir auf die Dauer wirtschaftlich genug arbeiten, dürfen wir auch mehr Flächen haben. Es wird unseres!!!

So bin ich aktuell zwar noch total gestresst, aber glücklich.

Gestresst, weil ich alles auf einmal lernen muss:

  • Haus durch Kaufvertrag sichern lassen,
  • verwalten lernen: Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Hausmeister – und was sonst noch so alles an Verträgen läuft – ummelden, die dazugehörigen Menschen kennenlernen,
  • Handwerkerarbeiten machen lassen,
  • alte Mitstreiter aktivieren, die mich schon lange als „macht sie ja doch nicht“ abgestempelt hatten,
  • Website anmelden und füllen,
  • Euch Interessierte finden,
  • Programm erfinden und vorbereiten,
  • dabei gleichzeitig immer schön fleißig in meinem normalen Job arbeiten, damit die Finanzierung der beiden Starträume gesichert bleibt.

Glücklich, weil ich mich angekommen fühle:

  • Das Haus nimmt uns keiner mehr weg (solange die Banken fleißig bezahlt werden und wir uns nicht daneben benehmen :-)),
  • es ist wunderschön,
  • dass sich mein Nebenher-Studium, was ich vorher extra gemacht hatte, gelohnt haben wird,
  • weil wir Dresdner jetzt alle zusammen beweisen können, dass wir gemeinsam dieses Haus mit Leben erfüllen, dass wir eben keine passiven Konsumenten sind, deren Hauptaufgabe auf dieser Welt es ist, zu kaufen und wegzuwerfen. Vielleicht sogar noch, den Mund zu halten.
  • Wir werden im Gegensatz dazu das Leben hier im Einklang mit unseren körperlichen und seelischen Bedürfnissen, aber auch im Einklang mit der Umwelt genießen. Dazu hilft dieser wunderschöne Villengarten sehr!
  • Wir werden uns gegenseitig aufpäppeln, wenn es mal nötig ist, eben gemeinsam für unsere Gesundheit sorgen, sprich: füreinander da sein. Denn Zeit ist das wichtigste, was wir haben. Wenn wir das teilen, werden wir reich in ganz anderem Sinn!

Ich freu mich auf jede(n)

  • die/der mitmacht,
  • der/die zu einem Angebot kommt,
  • die/der in Gedanken dieses Projekt mitträgt.

Ich freu mich einfach

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