Gesund-und-Gemeinsam in Zeiten von Corona – Stand 23.3.

Die Nachrichten und Maßnahmen überschlagen sich. So muss auch die Info vom 17.3. schon wieder geändert werden:

Nach den „Teil-Ausgangssperren“ der Stadt Dresden und des Landes Sachsen ist auch das freitägliche gemeinsame Abendbrot und Singen betroffen. Vorerst bis zum 5.4. ist es nicht mehr möglich.

Falls Sachsen oder die Stadt Dresden die Allgemeinverfügungen verlängern, muss auch diese Frist natürlich verlängert werden. Dann gebe ich noch einmal Bescheid. Vorerst freuen wir uns jedoch einfach mal auf den 10. April und hoffen, dass alles gut geht!

Was dennoch geht – Für uns und für Euch:

  • Vorbereitungen für die Zeit nach der Corona-Sperre: Das Dorfgemeinschaftshaus wird an zwei Dresden-weiten Veranstaltungen teilnehmen: Jane’s Walk am Sonntag, den 3.5. und dem Tag der offenen Gartenpforte am Sonntag, den 7.6. (mehr dazu in eigenen Artikeln)
  • Eine Mailingliste zu Gewaltfreier Kommunikation ist in Vorbereitung. Im Zusammenhang dazu steht ein neues Angebot, das auch auf die Sorgen im Zusammenhang mit der Corona-Krise eingeht und deshalb wichtig werden könnte:
  • Die Vermittlung von Empathiepartnern (mehr dazu in einem eigenen Artikel, hat jedenfalls nichts mit Partnerschaftsvermittlung zu tun )

Und: Für uns steht die Arbeit dazu an, für Euch die Vorfreude! Das hoffe ich zumindest!

Außerdem nehmen wir weiterhin Meldungen von freiwilligen Helfern und umgekehrt von Menschen an, die Bedarf an Hilfe haben.

Gesund-und-Gemeinsam in Zeiten von Corona – Stand 17.3.

Zu unseren Veranstaltungen:

Aufgrund der Anordnung des Landes Sachsen muss auch das Dorfgemeinschaftshaus alle offiziellen Veranstaltungen bis zum 20. April absagen: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/235174

Damit muss Manfreds Abendveranstaltung zu Gabriele Münter leider erst einmal ersatzlos verschoben werden. Wir hoffen, nicht zu lange!

Gerade bei einsamen Menschen, halte ich persönlich es aber für unklug, komplett auf Gemeinschaft zu verzichten. Denn der Mensch braucht Kontakt zu anderen Menschen. Deshalb lade ich jetzt statt zum üblichen Programm Meditatives Singen privat zum Abendessen für freitags 18:30h ein. Bitte meldet Euch bei Interesse über die Kommentarfunktion oder unsere Emailadresse (siehe Impressum) an. Das ist wichtig, damit ich weiß, wer Interesse hat.

Wir auf genügend Sitzabstand achten und Seife und Desinfektionsmittel habe ich natürlich auch da. Ob wir danach auch gemeinsam noch singen, hängt davon ab, wie viele wir sind und ob wir genügend Abstand halten können.

Sobald das Wetter es zulässt, werden wir möglichst viele Aktivitäten im Freien machen. Damit sind wir auf der sicheren Seite. Wanderungen und Gartenarbeiten bieten sich z.B. an. Freu Dich also schon mal darauf!

Und: Jede Freude, also auch Vorfreude, stärkt das Immunsystem!

Hilfe, die wir bieten, in Zeiten von Corona:

Für den Fall, dass sich in den nächsten Wochen die Zahlen von in Quarantäne geschickten Personen oder sogar Erkrankten stark erhöhen, sammeln wir jetzt schon Kontakte von Freiwilligen. Wenn Du in diesem Zusammenhang Nachbarschaftshilfe leisten willst, brauchst Du keine Kassenregistrierung und damit natürlich auch keine Kurse vorher besuchen. Ob das nur unbezahlte Dienste werden, werden wir sehen.

Wir denken vor allem an Service und Mitmenschlichkeit für Menschen, die die Wohnung wegen Quarantäne oder Erkrankung nicht mehr verlassen sollen, z.B.

  • Rezepte vom Arzt abholen und Einlösen in Apotheken
  • Krankschreibungen losschicken
  • Einkaufsdienste
  • telefonisch, per Mail oder Skype zu Erkrankten Kontakt halten, damit sie sich nicht einsam fühlen

Wenn Du also bei so etwas im Raum DD-Ost helfen willst, gib bitte über einen Kommentar oder ein an dieser Stelle in den nächsten Tagen kommendes Kontaktformular Bescheid. (Erst müssen wir leider noch testen, wie wir das gegen Spam Mails von Bots schützen können. Sorry, dass wir noch lernen müssen! Aber Google Capcha wollte ich nicht -vielleicht unnötig- freiwillig unsere Daten schenken! Deswegen recherchiere ich also erst noch mal und setze heute Abend noch kein Kontaktformular online.)

Neues Angebot – gleichzeitig Gesuch: Nachbarschaftshelfer vermitteln

Bist Du schon ein Nachbarschaftshelfer (offizieller Begriff der Pflegekassen)? Dann maile uns, damit wir Dich innerhalb unserer Stadtteile vermitteln können. Wir wissen aktuell von mindestens 3 Suchenden. Und einmal haben wir schon erfolgreich vermittelt.

Falls Du noch kein offizieller Nachbarschaftshelfer bist, gibt es hier die Info, was für Dienste Du als Nachbarschaftshelfer abrechnen darfst: https://www.pflegenetz.sachsen.de/download/Informationsblatt_Nachbarschaftshilfe_bf.pdf

Das sind nämlich keine klassischen pflegerischen Tätigkeiten, so wie Körperpflege, füttern oder beim Anziehen helfen. Zu denen braucht man einen sozialen Faible. Das gebe ich zu. Nein, es sind ganz praktische, alltägliche und sogar Freizeitaufgaben, wie Gartenarbeit, (gemeinsam) einkaufen und mit ins Theater gehen. Das macht doch bestimmt Vielen Spaß – und wenn Du dafür dann noch bezahlt wirst, umso mehr…

Kultur auf Kassenkosten

Selbst das gemeinsame Mitmachen (Nachbarschaftshelfer + Betreuter) von Angeboten bei uns im Dorfgemeinschaftshaus bezahlen die Kassen! Bis zu 10 EUR/h gibt es und bei nur einem Betreuten ist das sogar steuerfrei.

Cool finde ich z.B., sich über die bezahlte Betreuungszeit die Eintrittskarte für die Semper Oper zu finanzieren. Wär das auch was für Dich?

Auch stimmt nicht, dass nur alten Menschen auf diese Weise geholfen werden soll. Die Bedürftigkeit bestimmt die Krankenkasse und ist völlig unabhängig vom Alter! Von den Dreien, von denen wir aktuell wissen, ist nur einer im Rentenalter.

Wie kommt man ran?

Die „Ausbildung“ ist kostenlos und dauert gerade mal 4x 90 Minuten. Das ist doch für jeden zu stemmen!

Wie viele Stunden in der Woche Du hilfst, kannst Du in Absprache mit dem „Kunden“ ausmachen. Auch hier gibt es keine „Mindestmenge“. D.h. das geht auch bei Vollzeitjob nebenher.

Ich fänd toll, wenn das Dorfgemeinschaftshaus auch in Sachen bezahlter Nachbarschaftshilfe den Stadtteil zusammenführen kann. Also:

  • Wer von Euch ist schon ausgebildet und braucht noch „Kunden“? Der melde sich bitte per Mail, siehe Impressum.
  • Willst Du auf diese Info hin vielleicht den Schein machen? Dann kontaktiere Deine Krankenkasse. Falls Du uns zur Hilfestellung brauchst, kein Problem, dann maile auch Du uns.
  • Brauchst Du Kontakt zu anderen, die das schon machen? Auch dann melde Dich gern.
  • Und hier gibt es noch mehr Infos: https://www.pflegenetz.sachsen.de/nachbarschaftshelfer-4685.html

PS: Schlimm finde ich nur, dass es auf diese Art den Anschein macht, dass man heutzutage, selbst wenn man nur für den Nachbarn einkaufen will, schon einen Schein braucht. Insofern hätte es mich sehr gefreut, wenn ein anderer Name dafür gefunden worden wäre. Aber dass so etwas bezahlt wird, finde ich andererseits ja schön.

Jetzt müssen wir die Chance nur noch nutzen!

Bist Du dabei?

Spenden und Würde

Wie Ihr vielleicht wisst, funktioniert es aktuell noch nicht sonderlich gut, alle Angebote auf Spendenbasis anzubieten. So haben wir über die Teilnehmerspenden nachgedacht. Dabei ist Folgendes herausgekommen:

Die Höhe der Spende hat etwas mit Würde zu tun.

Zwei Euro nimmt der Plattenbau „Leubentreff“ als sogenanntes „Stuhlgeld“ für jeden, der kommt, ganz unabhängig von der Veranstaltung. Oben drauf kommt die jeweilige Teilnehmergebühr. Richtig fixe Teilnehmergebühren wollen wir weiterhin nicht festlegen. Eine Teilnehmerin meinte aber gestern, bei rein freiem Spenden, würde ihr das so vorkommen, als seien wir Bittsteller. Sie sagte sogar, ihr kämen wir dann vor wie Bettelnde. Das wollen wir tatsächlich nicht! Dann wäre unsere Würde verloren! Und unser Haus ist definitiv schöner als ein Plattenbau. Also vielleicht 3 Euro Untergrenze? Das wäre ein Kaffee draußen. Sie meinte, wir hätten richtig was zu bieten, das müsse deutlich sein. Der Meinung bin ich auch. Aber wie machen wir das deutlich? Wie finden wir den Kompromiss zwischen hohen Preisen, weil tolles Haus mit super Angeboten und dem Zugehen auf Menschen, die wenig haben?

Eine Spende dalassen, hat auch etwas mit Deiner Würde zu tun: Wenn kleines Geld für Dich groß ist, dann erhältst Du Würde durch „trotzdem spenden“. Es zeigt, dass Dir Haus und Programm etwas wert waren.

Nichts oder nur 50 ct dazulassen, beleidigt uns als Anbieter dagegen. Es macht unter solchen Umständen keinen Spaß, beim nächsten Mal wieder sorgsam vorzubereiten, an- und abzureisen, Heizung morgens anzustellen, etc. Das soll es aber, auch uns soll das Haus Spaß machen!

Dazu fiel mir dann gleich noch ein Beitrag von Seth’s Blog ein, den mir Francesca aus Leuben neulich schickte. Hier die Übersetzung:

Mündige Bürger

Mündige Bürger sind keine profit-suchenden Handelnden, die nur durch Regeln eingegrenzt sind. Mündige Bürger benehmen sich, als wenn es gar keine Regeln für die Sache gäbe.

Mündige Bürger sind keine ängstlichen Partisanen, die eher für eine Partei stimmen als für ein Faktum. Mündige Bürger tun das Richtige, weil sie es können, selbst dann, wenn die Kosten auf kurze Sicht hoch sind.

Mündige Bürger leben nach den Regeln der Gemeinschaft: Wenn jeder täte, was ich grad plane zu tun, würde das zu einem sinnvollen Ergebnis führen?

Manchmal nennen wir mündige Bürger Helden, was eine Schande ist, weil ihre Handlungen überall vorkommen, und nicht rar sein sollten. Der Mythos, Erfolg basiere auf kurzfristigem Eigeninteresse ist wieder und wieder widerlegt worden. Es scheint offensichtlich, dass es ein kraftvoller Schritt nach vorn ist, wenn man Sachen besser hinterlässt als man sie vorgefunden hat, weil Du vermutlich selbst bald wieder da sein wirst.

Jede erfolgreiche Gemeinschaft, jede Organisation, jede Familie hat mündige Bürger. Es sind die mündigen Bürger, die die Zukunft definieren, weil ihr Einsatz für die Zukunft sich auszahlt.

Übersetzung von Seth’s Blog vom 29.02.2020

Wir scheinen also „nur“ mündige Bürger sein zu müssen. Ich gebe zu, das ist manchmal ganz schön schwer!

Damit das Dorfgemeinschaftshaus-Projekt wachsen kann und wir es nicht nach den 3 Jahren, siehe drunter stehender Artikel, schließen müssen und unsere Räume der normal vermieteten Wohnung wieder zugeschlagen werden. (Denn auch das ist natürlich eine Option!)

Lasst es uns also, auch wenn es eine persönliche Hürde ist, im Dorfgemeinschaftshaus weiter versuchen! Für unsere gemeinsame gute Zukunft.

Ich freue mich drauf!

Existenz für 3 Jahre gesichert

Letzten Mittwoch hatte unsere Souterrainheizung den dritten(!) Reparaturtermin. Dieses Mal waren alle erforderlichen Ersatzteile da. Yeah ! So konnte der Handwerker endlich alles erfolgreich abschließen! Jetzt können wir’s uns gemütlich warm machen überall dort, wo wir heizen wollen! Getrennt nach den vier „Räumen“. Wow, endlich! Was für ein Luxus! (Wieder mal zeigt sich: Nach Mangel kann man mehr genießen!)

Hier noch die alte Heizung.

Leider sind damit natürlich nicht die Kosten für das Heizen getragen. Mal sehen, wie lange wir brauchen, um die regelmäßig einzufahren, ohne dass ich als besonders große Enthusiatin zu-spenden muss.

Am Freitag um halb drei waren die Handwerker schließlich und endlich auch mit allen notwendigen Reparaturarbeiten in der EG-Wohnung fertig. Ganz schön knapp! Für mich abenteuerlich knapp, denn gleich am nächsten Tag wurde sie von den neuen Mietern „in Besitz genommen“. Warum interessiert uns dieser Einzug?

Einmal, finde ich es wichtig, dass Ihr wisst, dass jetzt Mieter im Haus sind, die das Konzept mittragen.

Dann kann es sein, dass wir eventuell noch ein wenig mehr gegen hochdringenden Schall isolieren müssen. Wird sich zeigen.

Nicht zuletzt interessiert der Einzug, weil ich Energiebündel angeboten hatte, die Verwaltung des Hauses zu übernehmen, um die Kosten klein zu halten. Damit habe ich aber alle notwendigen Reparaturarbeiten zu organisieren gehabt, ebenso alle Mietanfragen & Wohnungsbesichtigungen. Das hat viel, viel mehr Zeit und Energie in Anspruch genommen als erwartet. Das ist nun vorbei, zumindest -hoffentlich- auf ein nebenher schaffbares Maß reduziert. Damit habe ich wieder Zeit & Energie frei für Dinge, die das Dorfgemeinschaftshaus direkter betreffen:

– Für zusätzliches Programm außer dem Singen (ich will ja schon länger Gewaltfreie Kommunikation anbieten),

– für Kommunkation mit Interessierten und anderen Anbietern, Schlüsselübergabe etc. in mehr Ruhe, mit mehr Nerv (Manchmal war ich da wohl grenzwertig! Sorry all jenen, die darunter leiden mussten!),

– dass ich die Zeit habe, an solchem Programm durch Andere auch mal selbst wieder teilzunehmen (Das war seit Yoga damals nicht mehr!),

– Zeit und Energie für Werbung, Gartenarbeit, Ideenfindung, Kücheneinbau (s.u.) oder andere schöne Sachen, die uns alle betreffen.

Annegrets erster Begegnung & ImproMusik-Vormittag ist gut angekommen. Vermutlich alle 4 Wochen wird sie weitere Veranstaltungen dieser Art anbieten. Wie beim Singen ist es uns wichtig, dass es kein „Richtig“ oder „Falsch“ dabei gibt. Unsere elende Leistungsgesellschaft wollen wir hinter uns lassen! Spaß machen soll es und uns gemeinsam gut tun. Das ist alles, was es „soll“ oder gar „muss“.

Abgesehen vom Programm: Was wir endlich auf die Reihe bekommen wollen, ist eine kleine Küche in den winzigen Waschmaschinenraum bauen.

Seit wir die große Küche oben räumen mussten, weil jetzt mitvermietet, spülen wir im Bad-Waschbecken, bzw. ner Schüssel ab. Geht alles, ist aber nicht schön. Das schon gespendete Geschirr und Besteck steht uns ebenfalls im Weg rum. Ein Spülenschrank und ein weiterer Küchenunterschrank sind schon lange da, warten auf Einbau. Als Ergänzung benötigen wir noch einen weißen Herdumbauschrank + ein paar Hochschränke, die halbwegs passen. Damit wir die Leitungen verlegen können, brauchen wir Spendengeld. Dann kann der Umbau losgehen. Ich hoffe, dadurch, dass jetzt der Bedarf ganz klar zu erkennen ist, kommt mehr rein.

Wer davon etwas abzugeben hat, bitte melden!

Es ist jetzt in Euren Händen: Je nachdem wie zahlreich Ihr kommt und was Ihr als Spende da lasst, wird die Küche früher oder später. Also: Erst mal Betriebskosten zuverlässig reinholen, dann Küchenleitungen bezahlen.

Wie schnell wir eine Küche haben, liegt jetzt an Euch!

Deshalb suchen wir weitere Anbieter für mehr Veranstaltungen und brauchen auch weitere Besucher, damit die alten und neuen Anbieter nicht frustriert werden !

Update aus den letzten Wochen

Ausstattung so gut wie vollständig!

In den letzten Wochen haben wir nun unsere Einrichtung fast vollständig zusammenbekommen. Eine Bierbankgarnitur haben wir gebraucht gekauft, einen kleinen Klapptisch und ein Sideboard geschenkt bekommen. Die zwei übernommenen Plastikgartenstühle haben wir Verschenkt, die drei übernommenen Schuhschränke warten noch genau darauf. (Braucht Ihr einen?) Letzte Woche habe ich ein großes Paket mit Decken, Meditationsbänkchen, Yogakissen etc. preiswert erstanden und von einem Freund aus Chemnitz mitgebracht bekommen. Vorgestern habe ich dann als bisher letzte Errungenschaft den heiß ersehnten Fußabstreichrost geschenkt bekommen. Der ist deshalb so heiß begehrt, weil er uns bei Platzregen trockene Füße beim Reingehen ins Haus ermöglicht und zudem -hoffentlich- eine Menge Sand vom Weg, der an Schuhen haftet, in den Innenräumen erspart.

Zudem gab es in diesen Wochen recht viel Kleinkram, wie
  • Messer,
  • Tortenheber,
  • Rührschüssel,
  • Backpinsel,
  • Putzeimer und Spülmittel,
  • Dekomaterial kostenlos. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel die Menschen zu viel haben in ihren Haushalten und -wenn es nicht jemand rettet so wie wir- einfach wegwerfen.

Als letztes dieser Art habe ich vorgestern alte Kronleuchterteile und gestern Holzherzen zum Basteln abgeholt.

Viel Leben in der und um die M37!

Viel neues Programm hat die letzten Wochen stattgefunden. Am besten lest Ihr das in den alten Blogbeiträgen oder unter „regelmäßigem Programm“ nach. Das will ich jetzt nicht alles wiederholen. Viele von Euch haben es mitverfolgt und kennen das, was ich schreiben könnte…

In diesen Zusammenhang gehört auch, dass das Grundstück im unteren Bereich mittlerweile eine wirkliche SchmetterlingsWIESE ist, kein Rasen mehr. Sie ist auch auf www.schmetterlingswiesen.de registriert – übrigens, erstaunlicherweise als allererste Schmetterlingswiese in Kleinzschachwitz. Das entsprechende Schild ist per Post angekommen, nur noch nicht angebracht. Wie bei so Vielem fehlt es noch an Input-Zeit.

Puppenstuben gesucht - das Logo des Projektes www.schmetterlingswiesen.de
Logo des Projektes www.schmetterlingswiesen.de

Allmählich müssen wir jedoch den schönen Sonnenplatz auf der Südwestterrasse gegen den Innenraum tauschen. So wäre es schön, wenn er fertig gestaltet wird. Heute und am Samstag kümmern wir uns wieder ein bisschen darum. Wer mag kann gern dazu stoßen.

Website Aktivitäten!

Die Website hat nicht nur den Newsletter, sondern viele neue Seiten in der Kopfzeile und sogar einen Kalender bekommen! Ein herzliches Danke an dieser Stelle allen Zuarbeitenden. Ihr habt einerseits tolle Ideen beigetragen (für z.B. die Seite „Anfahrt“), andererseits Texte vorbereitet, mit denen ich Eure Veranstaltungen ankündigen konnte.

Im Schnitt haben wir jetzt über 100 Seitenzugriffe pro Tag. Mich überrascht und freut diese hohe Zahl sehr. Damit hatte ich nicht gerechnet! Aber es heißt ja, dass immer mehr Leben online statt findet. Hier kann ich es merken.

Zwischenmenschliches

Das erste Zurechtschütteln bei den Mitarbeitenden findet gerade statt. Es ist für mich zum Teil sehr schmerzlich. Zum Teil ist es aber auch erlösend, wenn endlich ausgesprochen wird, was schon länger schwelt. Schon bevor ich mit diesem großen Projekt startete, war mir genau das angekündigt worden und ich hatte mich davor gefürchtet. Ich habe ursprünglich nicht per Zufall Naturwissenschaften studiert und nicht Sozialpädagogik. Von meiner Familie habe ich nur wenig zu Einfühlsamkeit gelehrt bekommen. Allerdings mache ich nun lang genug GFK, so dass ich mich auf dieses Abenteuer des Miteinanders eingelasse. Denn nur gemeinsam, werden wir das Haus „zum Fliegen“ bringen.

Aber ich kenne es von früheren Bekanntschaften: Genau dann, wenn ich meine, mich auf Leute verlassen zu können, geht etwas schief, bin ich vielleicht zu hart, gehen jedenfalls die Brückenschläge verschiedentlich wieder auseinander. Es gibt die Phase des Kennenlernens, des Ausprobierens, dann die Phase des „Wer bist du eigentlich?“ „Was wollen wir eigentlich voneinander?“. Wenn es gut geht, ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine tragfähige Beziehung entstanden, die solche Fragen und Abgrenzungen aushält. Ja, sie sind in meinen Augen sogar notwendig. Denn wir sind nun mal verschiedene Menschen. Nicht jeder kann alles, will alles oder trägt alles mit. Und manchmal merkt man erst im Ausprobieren, was alles dran hängt am Vorhaben und kann erst dann für sich selbst entscheiden, ob das etwas für die Dauer ist. Manchmal trennen sich dann Wege.

So trennten sich die Wege von Susann und uns. Und die Gartengruppe hat gar nicht erst gestartet.

Auf der anderen Seite entwickelt sich langsam ein fester Stamm von Besuchern der Villa und Mitlesenden hier auf der Website, s.o.. Neue Menschen werden durch Anzeigen, Weitererzählen oder die Gastspiele bei den Nachbarschaftstagen auf uns aufmerksam. Langsam aber sicher finden sich mehr Abonnenten für den Newsletter. Und super erfreulich hat sich die Zahl der Vortragenden und damit auch Veranstaltungen stark erhöht seit dem letzten Update! DANKE an alle!

Mittragen des Selber-Mach-Konzeptes

Aktuell ist das Konzept, des Do-it-yourself-Hauses in der Diskussion. Ja, es wird
  • sauber machen dazugehören müssen,
  • das selbständige Heizung an- und abstellen,
  • das Melden von Kaputtem oder dringend Gebrauchtem,
  • vielleicht auch selbständig Reklame zu machen.
  • Wir müssen Wege dafür finden, den Betrieb unserer Räume dauerhaft gemeinsam zu finanzieren.

Diese Aufgaben werden in den kommenden Wochen auf mehr Schultern verteilt werden. Das wird vermutlich nicht komplett angenehm ablaufen können, leider, auch wenn ich mir Schmerzfreiheit sehr wünschen würde. Ich schaffe auf die Dauer einfach nicht die Intensität meines Inputs für dieses Haus, wie in den letzten Monaten. Und ich hätte auch gern, dass Ihr mehr Verantwortung mittragt. So viel zentral bei mir, das tut mir nicht gut und ich denke auch dem Projekt nicht. Nach der Woche mit den 3 Veranstaltungen von mir in nur einer Woche (2x GFK, 1x Singen) war ich krank. So will ich mit mir und meinem Körper nicht umgehen. Schließlich soll es ein Haus des Wohlfühlens sein! https://gesund-und-gemeinsam.de Ein Haus zum Auftanken für uns alle und unsere Körper. Und im Winter bin ich ohnehin nicht so energiegeladen.

Selbermachen im WIR!

So denke ich: Wenn es ein Do-it-yourself-Haus ist und als solches von Euch wirklich angenommen / mitgetragen wird, dann darf das auch entsprechend sichtbar werden: Wir machen dann eben das meiste selbst und füreinander. Im Austausch können dann die Veranstaltungen in einer Villa und ihrem Garten stattfinden, Räume und Bereiche, in die sonst vermutlich nicht jeder hineinkommen würde, die Räume oder die Angebote sich nicht leisten könnte. Und diese genießen soll auch keinesfalls zu kurz kommen, auftanken eben!

Selbermachen im WIR! Das muss nicht in festen Arbeitseinsätzen gleichzeitig geschehen, sondern kann durchaus dann sein, wann jeder Zeit hat. Gleichzeitiges Tun wirkt jedoch meist motivierender, ansteckend. Vor allem, wenn man im Anschluss feiert! Aber nur feiern geht leider nicht, es sei denn, wir gestalten die Preise entsprechend. Und das möchte ich eigentlich nicht. Denn dann schließen wir Menschen aus.

Als erstes haben wir diese Chance beim Definieren des neuen Hausmeisterdienstes: Brauchen wir es wirklich noch, dass wir jemanden dafür bezahlen, die Mülltonnen raus- und wieder reinzurollen? Könnten wir es an einem der Tage oder schon mehreren selbst? Welche Aufgaben schaffen wir schon, weil wir genügend Leute sind, die mit anpacken, welche nicht. Hier ist es notwendig, ehrlich mit uns selbst zu sein. Denn nicht jede(r) wohnt „um die Ecke“. So ist Winterdienst, finde ich, definitiv notwendig zu vergeben. Was noch?

Ich bin seeeeehr gespannt, wie es weiter geht. – Und ich freue mich auf die weitere Zeit mit Euch und der Villa. Gern könnt Ihr auch hier Kommentare hinterlassen oder an die Projektmailadresse (s. Impressum) schreiben. Ich erhalte gern Rückmeldungen, auch dann, wenn es kritische sind!

Das neue Tauschregal

Am letzten Samstag beim Nachbarschaftstreff ist uns aufgefallen, dass wir alle Sachen zu Hause haben, die wir spenden würden. Die könnten ab heute Abend (à la Umsonstladen) in einem Regal im Dorfgemeinschafthaus Platz finden. Von dort könnt Ihr sie gern jeder Zeit mitnehmen für eine Spende in unseren klassischen grünen Spendenfrosch. Wer nichts geben kann, weil er z.B. grad gar kein Portemonnaie dabei hat, braucht auch gar nichts geben; aber ansonsten finden wir:

Jeder hat Geld, wir kaufen ja auch bei Netto und in der Altmarkgalerie und bekommen dort die Sachen auch nicht geschenkt.

Warum Spende und nicht ganz kostenlos, wenn sie doch geschenkt hingestellt werden?
(a) Damit die Sachen wertgeschätzt werden,
(b) Um die Heizkosten dieser Räume im Winter zu finanzieren. Vor der Rechnung haben wir nämlich echt Angst!

Zusätzlich ist wichtig, dass nach einer Weile, z.B. einem Monat, die Schenker ihre Sachen wieder zurücknehmen.

Monika aus Dobritz hat angeboten, im Notfall sie sonst in den Umsonstladen nach Prohlis (den gibt es offensichtlich wieder) oder den in der Neustadt zu bringen, damit unsere Räume sich nicht zu-müllen. Ich hoffe, wir müssen von diesem lieben Angebot nicht zu oft Gebrauch machen, sondern es regelt sich „von selbst“.

Die ersten Sachen sind angekommen, das Regal ist gut gefüllt. Immer vor und nach Veranstaltungen ist es auch für Leute, die nicht an den jeweiligen Veranstaltungen teilnehmen, offen. Also: Je mehr Veranstaltungen, desto mehr Stunden offenes Tauschregal!

Was die letzten Wochen passiert ist

Die letzten Wochen war echt viel los:

Im Garten:

Peter aus Leuben und ich (aus Dobritz) haben in Gudruns Auto Komposterde aus Briesnitz geholt. (Dort ist Lehm der normale Boden. Das ist also eine ideale Ergänzung zu unserem Sand.) Ein Teil wurde gleich am nächsten Abend im frisch ent-unkrauteten Bergienbeet rechts gebraucht. Das linke habe ich dann endlich letzte Woche hergerichtet. Noch sind die Pflanzen echt mitgenommen vom vielen Efeu, der über sie wuchs:

So sehen unsere Bergenien jetzt noch auch.
unsere aufzupäppelnden Bergenien
Hoffentlich sind unsere Bergenien nächstes Jahr auch so schön wie die hier.
Bergenie, Foto: Rasbak, CC BY – SA 3.0.

Auf die Dauer werden sie im Frühjahr, wenn sie blühen, so aussehen:

Jetzt, wo die Hitze vorbei ist und es auch geregnet hat, hat die Erholung schon begonnen und geht echt schnell.

(Übrigens: Falls Ihr weiße Bergenien zu viel bei Euch habt, nehmen wir dankbar welche an!)

Von Diana (ehemals aus Leuben, jetzt Plauen) haben wir vor 10 Tagen einen Komposter bekommen und 2 riesige Lavendelbüsche! Sie haben mit der Briesnitzer Erde im Terrassenbeet Platz gefunden:

der erste der zwei neuen Lavendelbüsche auf dem Terrassenbeet
Der erste der 2 Lavendelbüsche ist an seinem Platz angekommen.

Den Komposter habe ich sofort zur Hälfte mit dem füllen können, was über die letzten Wochen schon bei der Gartenarbeit angefallen war und wir in der Schubkarre zwischengelagert hatten (auch wir kennen also Zwischenlager, nicht nur die Atomindustrie ). Ich freu mich sehr auf die „Ernte“ von eigener guter Erde im nächsten Jahr!!!

Im Haus:

Die Wohnung stand 2 Jahre lang leer. Da war viel Saubermachen nötig:

Anschließend waren die Räume erst mal leer, aber immerhin sauber:

Dann haben wir von Heike (ehemals aus Laubegast, jetzt Tolkewitz) tolle selbstgemalte Bilder Ihres Mannes erhalten. Dazu sogar die entsprechenden Galerieleisten. Freitag haben Frank aus Reick, Maika aus Cotta und ich sie angebracht, so dass der Veranstaltungsraum jetzt so aussieht:

unser Veranstaltungsraum hergerichtet zum meditativen Singen
der Veranstaltungsraum, wie er zum Singen aussieht

Wenn Ihr neugierig auf Details seid, kommt vorbei. Mittwochs und freitags ist ja schon immer Programm. Weiteres ist in Vorbereitung.

Was für ein Haus wird die M37?

Ein Haus für / mit

Yoga,

Dich selber (wieder) finden,

Dein Haus zum Ankommen, zum Ausspannen, zum Abspannen, für kurze Zeit, für lange Zeit, zum Mitleben, ganz wie Du magst, wie viel Zeit Du hast, wie viel Zeit Du brauchst, (nur, dass Du über Nacht immer wieder nach Hause musst, weil wir uns Zimmer zum Übernachten nicht leisten konnten.)

Deinen ganz persönlichen Weg finden,

in Dich hineinsehen, um herauszufinden, was Du eigentlich willst in diesem Leben,

welche Kompromisse Du eingehen willst mit den “Sachzwängen”, die Dich umgeben.

Meditieren

eine Kerze, Meditatives Singen, vielleicht auch Gott finden? Gibt es für mich einen Gott oder ein anderes höheres Etwas, was Einfluss auf mein Leben hat? Wozu bin ich hier? Was will ich eigentlich?

wandern, spazieren gehen, später daheim dann einfach nur auf dem Bett liegen, solange Du willst

Mittun, wenn Du Lust drauf hast

andere interessante Personen kennen lernen beim Aufenthalt in diesem Haus.

Vielleicht vom aus der Bahn geworfenen Menschen, zu einer/einem, die/der anfängt zu wissen, wofür sie/er leben will, der/dem das Leben wieder anfängt gangbar zu sein, irgendwann auch wieder Spaß macht. Ich möchte Dich begleiten auf diesem Weg, mitfühlen, mich einfühlen. Wenn Du ahnst, das könnte gehen, dann bist Du schon auf dem richtigen Weg!

Von einem Schock zum ganz langsamen Neubeginn

Vielleicht vom fast Burnout zum Menschen, der seine Grenzen zu ahnen beginnt,

Lerne Deine Grenzen kennen und akzeptieren, gehe achtsam mit Dir um.

Oder von Rückzug oder in Trauer gefangen zum Sich-aus-dem-Schneckenhaus-wagen.

Fühle Dich irgendwann gut in Deinen Grenzen! (Grenzen sind kein Mangel! Wir sind nun mal nicht Gott. Aber man kann Grenzen natürlich auch verschieben, ganz langsam, ganz vorsichtig, aber nur so viel DU willst, keinesfalls dahin schieben, wo ein anderer sie hinhaben möchte.)

Sei wieder aktiv innerhalb dieser Grenzen: Do what you love, Love what you do!

Du bist ein kleines Mosaiksteinchen im Guten dieser Welt. Genieße das! Genieße Dich selbst!

Der Aufenthalt in diesem Haus soll sehr erschwinglich sein, so dass Du Dir viele, wenn nicht sogar alle Veranstaltungen oder Mitmachaktionen hier leisten kannst.

Endlich angekommen!

Liebe Interessenten,

ich bin zwar aktuell noch echt gestresst, aber wir sind angekommen! Endlich! Aus einer fixen Idee vom Frühjahr 2015 ist unser reales Dorfgemeinschaftshaus geworden! „Gesund und gemeinsam – Do it yourself“ hat ein Dach über dem Kopf. Und was für eines!!!

Die Geburt dieses Hauses war eine Odyssee: Seit Frühjahr 2015 hatte ich nach einem Haus gesucht. Erst kam die Flüchtlingskrise, die alle Hotels, die es bis dahin billig gab, brauchten, dann liefen dem Sponsor die Immobilienpreise egal ob Miete oder Kauf weg, so dass ich schon dachte, es wird ohnehin nichts mehr. Bis ich im Februar diesen Jahres gelangweilt krank daheim am Computer war und dieses Haus fand:

Das sind die ersten Räume davon für uns nutzbar. Wenn wir auf die Dauer wirtschaftlich genug arbeiten, dürfen wir auch mehr Flächen haben. Es wird unseres!!!

So bin ich aktuell zwar noch total gestresst, aber glücklich.

Gestresst, weil ich alles auf einmal lernen muss:

  • Haus durch Kaufvertrag sichern lassen,
  • verwalten lernen: Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Hausmeister – und was sonst noch so alles an Verträgen läuft – ummelden, die dazugehörigen Menschen kennenlernen,
  • Handwerkerarbeiten machen lassen,
  • alte Mitstreiter aktivieren, die mich schon lange als „macht sie ja doch nicht“ abgestempelt hatten,
  • Website anmelden und füllen,
  • Euch Interessierte finden,
  • Programm erfinden und vorbereiten,
  • dabei gleichzeitig immer schön fleißig in meinem normalen Job arbeiten, damit die Finanzierung der beiden Starträume gesichert bleibt.

Glücklich, weil ich mich angekommen fühle:

  • Das Haus nimmt uns keiner mehr weg (solange die Banken fleißig bezahlt werden und wir uns nicht daneben benehmen :-)),
  • es ist wunderschön,
  • dass sich mein Nebenher-Studium, was ich vorher extra gemacht hatte, gelohnt haben wird,
  • weil wir Dresdner jetzt alle zusammen beweisen können, dass wir gemeinsam dieses Haus mit Leben erfüllen, dass wir eben keine passiven Konsumenten sind, deren Hauptaufgabe auf dieser Welt es ist, zu kaufen und wegzuwerfen. Vielleicht sogar noch, den Mund zu halten.
  • Wir werden im Gegensatz dazu das Leben hier im Einklang mit unseren körperlichen und seelischen Bedürfnissen, aber auch im Einklang mit der Umwelt genießen. Dazu hilft dieser wunderschöne Villengarten sehr!
  • Wir werden uns gegenseitig aufpäppeln, wenn es mal nötig ist, eben gemeinsam für unsere Gesundheit sorgen, sprich: füreinander da sein. Denn Zeit ist das wichtigste, was wir haben. Wenn wir das teilen, werden wir reich in ganz anderem Sinn!

Ich freu mich auf jede(n)

  • die/der mitmacht,
  • der/die zu einem Angebot kommt,
  • die/der in Gedanken dieses Projekt mitträgt.

Ich freu mich einfach

Freundliches Smiley, als Emoticon :)

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