Diesen Samstag wandern

Samstag, 11.7., vermutlich ab 11h wollen wir gemeinsam in der sächsischen Schweiz wandern gehen. Nadine hat folgende Tour rausgesucht: Gohrisch, Barbarine, Pfaffendorf bei Königstein. Das sind 9,9 km und ist laut Wanderführer in 2 Std. 38 Minuten zu schaffen. Das wird also genussvolles Wandern!

Die Tour findet nur bei schönem Wetter statt. Aktuell sind für Samstag angenehme 21 Grad und 0% Regenwahrscheinlichkeit angesagt. Perfektes Wanderwetter!

Wer mitkommen will, gebe bitte Bescheid, so dass wir die endgültige Treffzeit und den Treffort bekannt geben können.

Städtische Blumenzwiebeln angekommen

Am Dienstag nach Pfingsten haben wir Zwiebeln der städtischen Blumenbeete erhalten. Bis vor wenigen Jahren wurden sie entsorgt, wenn sie abgeblüht waren. In den letzten Jahren dann in kleine Portionen aufgeteilt und jede(r), die/der wollte, konnte ein kleines durchsichtiges Gemüseplastiktütchen davon bekommen. Dieses Jahr war nun Corona und deshalb eine solche öffentliche Ausgabe nicht möglich. Das war unser Glück. So haben wir sehr, sehr viele Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Kaiserkronen auf einmal bekommen. Endlich mal ein Vorteil der Corona-Pandemie!

kistenweise Blumenzwiebeln
Mit soooo vielen hatten wir absolut nicht gerechnet. Da reichte Franks Radanhänger nicht, ein Auto musste den Transport bewältigen.

Aktuell trocken sie luftig und müssen nur ab und zu gewendet werden. Ab Juli werden sie geputzt und ab September ausgepflanzt. Wir sind jetzt schon sehr gespannt auf unsere Wiesen im nächsten Frühling!

Falls jemand in der Gartengruppe mitmachen will: Wir sind aktuell zu viert und bekommen gern Verstärkung. Wir haben aber keine festen Termine, also frag am besten per Mail oder per Kommentar, wann wir uns das nächste Mal treffen.

Auch für diese Aktion gilt:
Wir holen gern Menschen mit Pflegestufe ab, lassen sie zuschauen oder auch mithelfen, je nachdem, was ansteht und was die Person kann, und bringen sie anschließend zurück. So ist für etwas Abwechslung gesorgt und wir können vom verdienten Nachbarschaftshelfer-Geld, was die Pflegekasse dafür zahlt, gemeinsames Kaffeetrinken integrieren, siehe unser Artikel Nachbarschaftshelfer.

Treibgut sammeln in Dresden-Ost

„Seit Corona“ waren Zusammenkünfte in Innenräumen erst komplett untersagt. Jetzt sind sie mit hohen Auflagen verbunden. Selbst bei so kleinen Grüppchen wie unsere es immer waren und auch jetzt sind, ist da ein Treffen im Freien sicherer, auch von der Haftung her.

Stefanie aus Reick brachte mich auf die Idee. Sie ist schon länger passionierte Müll-Aufheberin in öffentlichen Anlagen und im Januar haben ja auch wir schon mal Silvestermüll gesammelt und entsorgt. So haben wir über nebenan.de eine Müllsammelgruppe für Dresden-Ost ins Leben gerufen.

Und Friederike, die im Januar auch dabei war, kam auf die Idee, uns einen hübscheren Namen zu geben. Jetzt sammeln wir also Treibgut. Hört sich doch echt besser an!

Treibgut-Sammler in Aktion

Dreimal sind wir schon los gezogen: Einmal in Dobritz, einmal in Prohlis und einmal jetzt vergangenen Sonntag in Reick.

Unterstützung durch das Amt

Das Ortsamt Leuben unterstützt uns mit Handschuhen und Müllgreifern, für alle, die so was noch brauchen. Zusätzlich können wir über die Dreck-weg-App von der Stadt Dresden den Standort der gefüllten Tüten und Säcke melden, wenn mal besonders viel Müll zusammen gekommen ist. Vom gemeldeten Standort wird das Treibgut dann in den nächsten Tagen abgeholt. Komfortabel finden wir! Bisher haben aber öffentliche Mülleimer und DVB-Mülleimer vollkommen ausgereicht.

Unterstützung durch DICH?

Wir bekommen gern Verstärkung, falls Du als LeserIn jetzt auch Lust bekommen hast, mitzumachen! Wir haben nur keine festen Termine, also frag am besten per Mail oder Kommentar, wann wir uns das nächste Mal treffen. Ich trag’s ab dem nächsten Termin auch hier in den Kalender ein. Wer auf nebenan.de in einem der Stadtteile Tolkewitz, Laubegast, Zschachwitz, Niedersedlitz, Leuben, Dobritz, Reick, Seidnitz wohnt, kann natürlich auch einfach der Gruppe im nebenan.de „Saubere Landschaft in Dresden-Ost“ beitreten.

Unterstützung von und durch Personen mit Pflegegrad

Übrigens sind zwei von uns jetzt anerkannte Nachbarschaftshelfer. D.h. wenn eine Person mit Pflegegrad unsere Gruppe als Ausflug oder einfach mal Abwechslung nutzen will, können wir sie gern abholen und mitnehmen. Bei Rollstuhlfahrern ist das überhaupt kein Problem; beim Sammeln in Reick hatten wir nen Klapphocker dabei.

Das Coole an solch einer anerkannten Nachbarschaftshilfe ist, dass wir an solchen Tagen am Ende der Treibgut-Sammel-Aktion hinterher alle gemeinsam ins Café gehen – auf Kosten der Krankenkasse. Denn jede Stunde, die wir mit dem „Pflegling“ verbringen, kann über die Pflegekasse als Nachbarschaftshilfe abgerechnet werden. Wir wollen ja aber nichts daran verdienen, sondern nur eine schöne gemeinsame Zeit haben. Genaueres zu diesem Konzept findet Ihr hier.

Seltene Pflanzen in unserer Schmetterlingswiese

Am 16. Mai haben wir 48 kleine Töpfchen mit seltenen Pflanzen vom Projekt Urbanität und Vielfalt abgeholt. Die Hälfte wird rein in Töpfen gezogen und im Herbst an den korrekten natürlichen Standorten innerhalb Sachsens ausgepflanzt, um dort den Bestand zu stärken. Da pflegen wir also nur. Die andere Hälfte der Pflanzen darf bei uns im Garten dauerhaft eine Heimat finden.

Unsere Pflanzen vom Projekt Urbanität & Vielfalt am Start des Projektes.
So winzig waren die Pflanzen am Start. Vor allem der „große Wiesenknopf“ (oben rechts im Bild) war alles andere als groß. Frank und ich holten sie mit Radanhänger. Dabei wurden zwei der Wiesenknöpfe verschüttet. Zum Glück fanden wir sie wieder, einen sogar außerhalb des Topfes in der losen Erde am Boden des Anhängers. Beide haben die Prozedur überlebt 🙂 !

Das gewöhnliche Zittergras und das Herzgepann waren schon so groß, dass wir sie sofort auspflanzen konnten. Inzwischen ist auch die Färberhundskamille in der Erde. Hoffen wir, dass sie wachsen und gedeihen!

frisch ausgepflanzte Färberhundskamille
Die frisch ausgepflanzte Färderhundskamille auf unserer Schmetterlingswiese nahe am Zaun zwischen Gras, Löwenzahn, Sauerklee und einer Sedum-Art.
Der Rhododendron, von dem wir die Farbe noch nicht wissen, und die beiden Fingerhüte, rechts wieder die Färberhundskamillen.

Die anderen Pflänzchen (Wiesenflockenblume, guter Heinrich und Betonie oder Heilziest) sind noch so winzig, dass wir befürchten, wir finden sie in unserem riesigen Grundstück nie wieder. Deshalb dürfen sie noch eine Weile in den Töpfen wachsen, bevor sie sich draußen behaupten müssen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, ob sich die Pflanzen wohl fühlen und wir dann auch Insekten auf ihnen beobachten können. Aktuell hoffen wir das erst einmal!

Abgesagt: Tag der offenen Gartenpforte im Juni

Liebe Unterstützer,

es wird eine Zeit nach dieser aktuell besonderen mit „Treff von Fremden-Sperre“ geben. Da bin ich mir sicher. Ich weiß zwar nicht, wann sie kommen wird, aber sie wird kommen. Ich brauche immer Hoffnungsschimmer am Horizont. Vielleicht geht es Dir ja genauso. Vielleicht kann Dich das Folgende also erfreuen:

Ich habe unser Dorfgemeinschaftshaus, bzw. seinen denkmalgeschützten Garten angemeldet zum „Tag der offenen Gartenpforte“ am Sonntag, den 7.6., also den Sonntag nach Pfingsten. Im Kalender ist es schon eingetragen. Hoffen wir, dass er auch so statt finden kann.

Normalerweise sind in diesen Gärten die Gartenpforten von 10 – 18h geöffnet. Wenn wir diese ganze Zeit abdecken wollen, benötigen wir ein Team, das schaffe ich nicht alleine. Also hier die Anfrage an Euch:

Wer hätte Zeit und Lust zum Stühle stellen, Waffeln backen, etwas über den Garten, die Schmetterlingswiese oder/und unser Projekt erzählen? Oder mir einfach für genau das den Rücken frei zu halten?

Wenn wir die ganze Zeit öffnen, erwarten uns wohl ca. 100 Besucher verteilt über den Tag. In unserem großen Gelände ist das schaffbar. Nur sollten ein paar Sitzgelegenheiten aufgestellt und nachher wieder abgebaut werden, auch das sind also Tätigkeiten, die Mitmacher erfordern.

Ich bin gespannt, ob sich jemand oder sogar mehrere finden, die sich freiwillig selbst verpflichten. Heutzutage ist das ja etwas rar. Aber ich sammle gerne Rares und ungewöhnliche Menschen um mich! Bist Du einer oder eine davon? Dann melde Dich bitte bis spätestens 15.04., weil ich unsere Öffnungszeiten melden muss.

Liebe Grüße
Lisa

Abgesagt: Erster Jane’s Walk rund um die M37

Hier was zum drauf freuen:

Was ist ein Jane’s Walk?

Jane‘s Walks sind von BürgerInnen geführte, kostenlose Spaziergänge, keine Vorträge. Es geht dabei um das Gemeinsame, also miteinander die Stadt zu entdecken. Über 200 Städte weltweit machen schon mit!

Warum heißen sie Jane’s Walks?

Sie sind benannt nach Jane Jacobs (1916–2006), einer amerikanisch-kanadischen Autorin, Stadttheoretikerin und sehr aktiven Frau. Mit ihrem Fokus auf Menschen und lebendige Stadtviertel hat sie die Stadtplanung nachhaltig revolutioniert.

Schon 1961 kritisierte Jane Jacobs in ihrem Werk „The Death and Life of Great American Cities“ eine entmenschlichte und autozentrierte Stadtplanung. Sie führe zu Isolation, ermögliche keine Gemeinschaft. Jane forderte deshalb: Nicht einzelne Experten, sondern alle BürgerInnen müssten an der Entwicklung ihrer Stadt beteiligt werden.

In diesem Sinne wollen wir unseren Stadtteil zu Fuß wieder in Besitz nehmen:

Wie läuft das ab?

Wir treffen uns am Dorfgemeinschaftshaus und gehen von dort aus gemeinsam durch Kleinzschachwitz. Dabei erzählen wir uns, was jeder von uns von der Geschichte schon selbst erlebt oder als Hintergrundwissen hat, schlendern entlang der Elbwiesen, schauen in Gärten und zeigen uns / erzählen über denkmalgeschützte Gebäude, andere Denkmäler, damalige und heutige Initativen, aktive Menschen. Dazu möge jede(r), der/die kann, gern etwas an Geschichten, Informationen und vielleicht auch Gegenständen oder Fotos zum Herumzeigen beisteuern. Ich selbst bin Neu-Zschachwitzerin und weiß deshalb mit Sicherheit weniger als manche(r), der/die teilnimmt.

Dies ist keine Touristenführung sondern vielmehr ein gleichberechtigtes Gespräch im Gehen über unseren Stadtteil und darüber, was uns in Zschachwitz bewegt. Was tut uns gut und wollen wir deshalb beibehalten? Was würden wir gern verändern?

Wann: Sonntag, der 3. Mai
Dauer des Spaziergangs:
15:00h bis ca. 16:00h
Kosten: alle Jane’s Walks sind kostenfrei. Das gehört zum Prinzip.

Im Anschluss sind alle in den Garten des Dorfgemeinschaftshauses eingeladen. Dort können wir gemeinsam bei Kaffee, Tee oder anderen Getränken eine frisch gebackene Waffel genießen, plaudern und schon mal planen, was wir als nächstes gemeinsam machen.

Abgesagt: Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife

Abgesagt: Liebe Kunst- und Kulturfreunde,
am Donnerstag, den 26. März, 18.00 Uhr, gibt es leider keinen Bild- und Kurzfilmvortrag. Dieses Mal ist das Leben und Wirken der Malerin Gabriele Münter das Thema. Sie lebte von 1877 bis 1962 und war damit eine Vertreterin der Avantgarde, also der künstlerischen Bewegungen des (beginnenden) 20. Jahrhunderts.
Gabriele Arnold wollte den Bildvortrag mit Lesung begleiten.

Murnauer Landschaft

Einlass sollte bereits 17.30 Uhr sein, so dass ein gemütliches Kennenlernen vor Start des Vortrags möglich ist. Für einen kleinen Imbiss sollte gesorgt werden.

Jetzt ist alles verschoben! Wir hoffen, auf Euer Verständnis! Bitte behaltet die Seite im Auge! Alle Angemeldeten sind benachrichtigt!

Kostenpunkt: Wie üblich werden wir auch beim nächsten Anlauf nur um Spenden zur Deckung der Unkosten bitten.

Neues Angebot – gleichzeitig Gesuch: Nachbarschaftshelfer vermitteln

Bist Du schon ein Nachbarschaftshelfer (offizieller Begriff der Pflegekassen)? Dann maile uns, damit wir Dich innerhalb unserer Stadtteile vermitteln können. Wir wissen aktuell von mindestens 3 Suchenden. Und einmal haben wir schon erfolgreich vermittelt.

Falls Du noch kein offizieller Nachbarschaftshelfer bist, gibt es hier die Info, was für Dienste Du als Nachbarschaftshelfer abrechnen darfst: https://www.pflegenetz.sachsen.de/download/Informationsblatt_Nachbarschaftshilfe_bf.pdf

Das sind nämlich keine klassischen pflegerischen Tätigkeiten, so wie Körperpflege, füttern oder beim Anziehen helfen. Zu denen braucht man einen sozialen Faible. Das gebe ich zu. Nein, es sind ganz praktische, alltägliche und sogar Freizeitaufgaben, wie Gartenarbeit, (gemeinsam) einkaufen und mit ins Theater gehen. Das macht doch bestimmt Vielen Spaß – und wenn Du dafür dann noch bezahlt wirst, umso mehr…

Kultur auf Kassenkosten

Selbst das gemeinsame Mitmachen (Nachbarschaftshelfer + Betreuter) von Angeboten bei uns im Dorfgemeinschaftshaus bezahlen die Kassen! Bis zu 10 EUR/h gibt es und bei nur einem Betreuten ist das sogar steuerfrei.

Cool finde ich z.B., sich über die bezahlte Betreuungszeit die Eintrittskarte für die Semper Oper zu finanzieren. Wär das auch was für Dich?

Auch stimmt nicht, dass nur alten Menschen auf diese Weise geholfen werden soll. Die Bedürftigkeit bestimmt die Krankenkasse und ist völlig unabhängig vom Alter! Von den Dreien, von denen wir aktuell wissen, ist nur einer im Rentenalter.

Wie kommt man ran?

Die „Ausbildung“ ist kostenlos und dauert gerade mal 4x 90 Minuten. Das ist doch für jeden zu stemmen!

Wie viele Stunden in der Woche Du hilfst, kannst Du in Absprache mit dem „Kunden“ ausmachen. Auch hier gibt es keine „Mindestmenge“. D.h. das geht auch bei Vollzeitjob nebenher.

Ich fänd toll, wenn das Dorfgemeinschaftshaus auch in Sachen bezahlter Nachbarschaftshilfe den Stadtteil zusammenführen kann. Also:

  • Wer von Euch ist schon ausgebildet und braucht noch „Kunden“? Der melde sich bitte per Mail, siehe Impressum.
  • Willst Du auf diese Info hin vielleicht den Schein machen? Dann kontaktiere Deine Krankenkasse. Falls Du uns zur Hilfestellung brauchst, kein Problem, dann maile auch Du uns.
  • Brauchst Du Kontakt zu anderen, die das schon machen? Auch dann melde Dich gern.
  • Und hier gibt es noch mehr Infos: https://www.pflegenetz.sachsen.de/nachbarschaftshelfer-4685.html

PS: Schlimm finde ich nur, dass es auf diese Art den Anschein macht, dass man heutzutage, selbst wenn man nur für den Nachbarn einkaufen will, schon einen Schein braucht. Insofern hätte es mich sehr gefreut, wenn ein anderer Name dafür gefunden worden wäre. Aber dass so etwas bezahlt wird, finde ich andererseits ja schön.

Jetzt müssen wir die Chance nur noch nutzen!

Bist Du dabei?

Erster Spieleabend im Dorfgemeinschaftshaus

Am Sonntag, den 23.2., findet ab 17:00h unser erster Spieleabend statt. Näheres unter https://nebenan.de/public_feed/9540633. Ich hoffe, Ihr kommt zahlreich!

Spenden und Würde

Wie Ihr vielleicht wisst, funktioniert es aktuell noch nicht sonderlich gut, alle Angebote auf Spendenbasis anzubieten. So haben wir über die Teilnehmerspenden nachgedacht. Dabei ist Folgendes herausgekommen:

Die Höhe der Spende hat etwas mit Würde zu tun.

Zwei Euro nimmt der Plattenbau „Leubentreff“ als sogenanntes „Stuhlgeld“ für jeden, der kommt, ganz unabhängig von der Veranstaltung. Oben drauf kommt die jeweilige Teilnehmergebühr. Richtig fixe Teilnehmergebühren wollen wir weiterhin nicht festlegen. Eine Teilnehmerin meinte aber gestern, bei rein freiem Spenden, würde ihr das so vorkommen, als seien wir Bittsteller. Sie sagte sogar, ihr kämen wir dann vor wie Bettelnde. Das wollen wir tatsächlich nicht! Dann wäre unsere Würde verloren! Und unser Haus ist definitiv schöner als ein Plattenbau. Also vielleicht 3 Euro Untergrenze? Das wäre ein Kaffee draußen. Sie meinte, wir hätten richtig was zu bieten, das müsse deutlich sein. Der Meinung bin ich auch. Aber wie machen wir das deutlich? Wie finden wir den Kompromiss zwischen hohen Preisen, weil tolles Haus mit super Angeboten und dem Zugehen auf Menschen, die wenig haben?

Eine Spende dalassen, hat auch etwas mit Deiner Würde zu tun: Wenn kleines Geld für Dich groß ist, dann erhältst Du Würde durch „trotzdem spenden“. Es zeigt, dass Dir Haus und Programm etwas wert waren.

Nichts oder nur 50 ct dazulassen, beleidigt uns als Anbieter dagegen. Es macht unter solchen Umständen keinen Spaß, beim nächsten Mal wieder sorgsam vorzubereiten, an- und abzureisen, Heizung morgens anzustellen, etc. Das soll es aber, auch uns soll das Haus Spaß machen!

Dazu fiel mir dann gleich noch ein Beitrag von Seth’s Blog ein, den mir Francesca aus Leuben neulich schickte. Hier die Übersetzung:

Mündige Bürger

Mündige Bürger sind keine profit-suchenden Handelnden, die nur durch Regeln eingegrenzt sind. Mündige Bürger benehmen sich, als wenn es gar keine Regeln für die Sache gäbe.

Mündige Bürger sind keine ängstlichen Partisanen, die eher für eine Partei stimmen als für ein Faktum. Mündige Bürger tun das Richtige, weil sie es können, selbst dann, wenn die Kosten auf kurze Sicht hoch sind.

Mündige Bürger leben nach den Regeln der Gemeinschaft: Wenn jeder täte, was ich grad plane zu tun, würde das zu einem sinnvollen Ergebnis führen?

Manchmal nennen wir mündige Bürger Helden, was eine Schande ist, weil ihre Handlungen überall vorkommen, und nicht rar sein sollten. Der Mythos, Erfolg basiere auf kurzfristigem Eigeninteresse ist wieder und wieder widerlegt worden. Es scheint offensichtlich, dass es ein kraftvoller Schritt nach vorn ist, wenn man Sachen besser hinterlässt als man sie vorgefunden hat, weil Du vermutlich selbst bald wieder da sein wirst.

Jede erfolgreiche Gemeinschaft, jede Organisation, jede Familie hat mündige Bürger. Es sind die mündigen Bürger, die die Zukunft definieren, weil ihr Einsatz für die Zukunft sich auszahlt.

Übersetzung von Seth’s Blog vom 29.02.2020

Wir scheinen also „nur“ mündige Bürger sein zu müssen. Ich gebe zu, das ist manchmal ganz schön schwer!

Damit das Dorfgemeinschaftshaus-Projekt wachsen kann und wir es nicht nach den 3 Jahren, siehe drunter stehender Artikel, schließen müssen und unsere Räume der normal vermieteten Wohnung wieder zugeschlagen werden. (Denn auch das ist natürlich eine Option!)

Lasst es uns also, auch wenn es eine persönliche Hürde ist, im Dorfgemeinschaftshaus weiter versuchen! Für unsere gemeinsame gute Zukunft.

Ich freue mich drauf!